Freispiel

 

die Bedeutung der Spiel- und Angebotsformen

 
Unsere Einrichtung unterstützt aktiv das spielerische Lernen der Kinder. Durch das Spiel entwickeln die Kinder ihre Persönlichkeit und erkunden ihre Umwelt. Ihre Vorstellungskraft entfaltet sich, sie träumen, zaubern und entwickeln fortwährend neue Ideen.
 
 

Bereits von frühester Kindheit an lässt sich die Kreativität und Spontanität der Kinder durch abwechslungsreiche Spielangebote fördern. Schon bei Säuglingen können pädagogische Fachkräfte mit liebevollem Sprechen und Singen die Sinne stimulieren. Fingerspiele, Reime und Verse stellen dabei erste spielerische Verbindungen zur Umwelt her: Tiere, Naturerscheinungen oder Alltagsbilder werden mit Händen und Bewegungen nachgeahmt. So wird die Wahrnehmung geschärft, der Wortschatz erweitert und das Gehör mit viel Freude und Leichtigkeit geschult. Gesang, Musik und rhythmische Sprachspiele laden die Kinder ganz natürlich zu Bewegung ein: Sie tanzen, drehen sich, klatschen und erleben ihren Körper mit Freude. Besonders beliebt sind Kreis- und Bewegungsspiele, die durch einfache Lieder und fantasievolle Verse – etwa über Autos, Züge, schleichende Katzen oder stampfende Elefanten – lebendig werden. Auch bei schlechtem Wetter finden diese Spiele ihren Platz im Gruppen- oder Turnraum.

Für Rollenspiele und Puppenspiele stehen den Kindern Verkleidungen zur Verfügung, und beim Basteln und Bauen können sie aus einer großen Auswahl an Materialien schöpfen. So entstehen immer wieder neue Spielideen, die die Fantasie anregen und die Selbstwirksamkeit stärken. Ein vielfältiges Angebot an Materialien fördert die Entdeckung der Umwelt und die Sinne der Kinder. Beispiele für solche Materialien sind Holz, Wolle, Schachteln und Pappkartons.

Ein strukturierter Tagesablauf gibt den Kindern Sicherheit und schafft die Grundlage für freies Spiel. Hektik und ständige Unterbrechungen werden bewusst vermieden, damit die Kinder in Ruhe spielen und sich vertiefen können.

Ruhige Momente finden die Kinder beim gemeinsamen Betrachten von Bilderbüchern oder beim Erzählen von Geschichten. Diese kleinen Auszeiten schenken Geborgenheit, fördern die Sprache und regen die Vorstellungskraft an. Insbesondere für die Jüngsten ist es wichtig, dass das Erzählte oder Gezeigte (nicht von einem Bildschirm) in regelmäßigen Abständen wiederholt wird. Unsere pädagogischen Fachkräfte zeigen Verständnis und innere Beteiligung am Spiel der Kinder. Das bedeutet, dass das Kind nicht unterbrochen oder beschäftigt wird, sondern Ruhe, Raum und geeignetes Spielzeug zur Verfügung gestellt bekommt.

Unsere pädagogischen Fachkräfte begleiten das Spiel mit Aufmerksamkeit, Wertschätzung und innerer Beteiligung. Das Kind wird nicht gestört, sondern erhält Raum, Zeit und passende Materialien. Zu Beginn geben wir kleine Impulse oder Hilfestellungen, die das Kind aufgreifen kann, um eigene Erfahrungen zu sammeln und Schritt für Schritt selbstständiger zu werden.

Bastelangebote fördern zusätzlich die Feinmotorik und Kreativität. Unsere pädagogischen Angebote eröffnen den Kindern zudem die Möglichkeit, verschiedene Materialien auszuprobieren: Papier, Wachsmalstifte, Knete, Farben und Scheren laden zum Gestalten ein. Dabei steht nicht das fertige Ergebnis im Mittelpunkt, sondern der kreative Prozess und die Freude am Ausprobieren.

Ergänzt werden diese Erfahrungen durch Puppen- und Kamishibaitheater, die die Fantasie anregen und die visuelle Vorstellungskraft stärken. Auf diese Weise lernen die Kinder mit allen Sinnen und erleben Bildung als etwas Lebendiges und Schönes.


In der Gemeinschaft lernen die Kinder, miteinander umzugehen: Sie teilen, behaupten sich, finden SpielpartnerInnen, schließen Freundschaften und üben sich in Sprache und Konfliktlösung. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, positive Erlebnisse zu stärken und wertzuschätzen, denn sie geben den Kindern Sicherheit, Mut und Freude am gemeinsamen Spiel.
 
  
 
 
 


Erfahrungen in der Gruppe

 
Das gemeinsame Spielen und Erleben in der Gruppe stärkt bei den Kindern das Gefühl von Zugehörigkeit, Vertrauen und Geborgenheit. In dieser sicheren Atmosphäre können sie sich öffnen, ausprobieren und wachsen Ältere Kinder lernen Rücksicht zu nehmen auf jüngere, jüngere Kinder lernen wiederum von den älteren die Gruppenregeln. Soziales Verhalten bedeutet die Beachtung von bestimmten Regeln im Umgang miteinander. Diese Regeln schließen die Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der anderen Kinder mit ein.
 
Die Kinder lernen so, die Gefühle der anderen
  •     zu verstehen
  •     zu akzeptieren
  •     und zu respektieren
Gleichzeitig lernt das Kind, seine eigenen Bedürfnisse und Interessen anderen mitzuteilen oder sie zu verteidigen. Die Kinder werden darin gestärkt sich in Situationen, in denen sie ihre Grenzen verletzt sehen, sich Hilfe bei ihnen vertrauten Personen zu holen. Kindergartenkinder ab 4 Jahren können am Projekt Kindergartenplus teilnehmen. Ein Projekt zur Stärkung der emotionalen und sozialen Kompetenzen.

Dadurch wird das Selbstwertgefühl gestärkt. Die pädagogischen Fachkräfte vermitteln jedem einzelnen Kind immer wieder, dass es angenommen und akzeptiert wird. Sie versuchen sein soziales Verhalten positiv zu verstärken.
Konflikte sowie unterschiedliche Befindlichkeiten des Einzelnen gehören zum Gruppenalltag. Die Kinder müssen lernen, mit Konflikten umzugehen und sie zu bewältigen.


Den Kindern wird bewusst gemacht:
  •     nicht wer stärker oder älter ist, hat das Recht auf seiner Seite
  •     nicht mit Gewalt, sondern mit Worten soll man verhandeln
  •     gemeinsam kann man Lösungswege suchen
  •     auf Kompromisse ist einzugehen
  •     aus dem Gegeneinander sollte ein Miteinander geschaffen werden

Die Erziehung zur Selbstständigkeit hat in unserer Kita einen  hohen Stellenwert. Die Kinder werden darin bestärkt, alltägliche Dinge Schritt für Schritt selbst zu übernehmen – sei es beim An- und Ausziehen, Aufräumen, Essen oder bei kleinen Entscheidungen im Tagesablauf.
Dieses Erleben von eigener Kompetenz stärkt nicht nur das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, sondern fördert auch das Selbstwertgefühl und die Motivation, Neues auszuprobieren.

Indem Kinder Verantwortung für sich selbst und für die Gemeinschaft übernehmen, entwickeln sie ein Gefühl für Verlässlichkeit und Mitgestaltung. Unsere pädagogischen Fachkräfte begleiten diesen Prozess unterstützend, geben Hilfestellung, wenn sie gebraucht wird, und lassen bewusst Raum, damit die Kinder eigene Lösungen finden können. So wächst Selbstständigkeit ganz natürlich – mit Stolz, Freude und innerer Stärke.
 
 
 

Ganzheitliche Förderung