Zusätzliche Angebote
Start ab 2
Das Programm "Start ab 2" ist ein Bildungs- und Präventionsprogramm, das speziell auf die alltagsintegrierte Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen für 2- und 3-jährige Kinder in der Kindertagesbetreuung abzielt. Es wurde von der Deutschen Liga für das Kind entwickelt. Das Programm gliedert sich in vier Hauptaspekte und bietet insgesamt acht Themenbereiche an, die in einem sogenannten "Logbuch" beschrieben sind.
Die vier Hauptaspekte des Programms sind:
- Körperlich-seelisches Wohlbefinden
- Wahrnehmung
- Emotionale Kompetenzen
- Soziale Kompetenzen
Zu diesen Hauptaspekten gehören die folgenden Themenbereiche:
- Ich fühle mich wohl
- Ich in der Kita
- Meine Sinne
- Was mich berührt
- Meine Gefühle
- Gefühlswörter
- Wir gemeinsam
- Meine Familie
Das Programm bietet Anregungen für Interaktionen, Gruppenaktivitäten und zur Raumgestaltung. Zu den Materialien, die zur Umsetzung des Programms genutzt werden, gehören beispielsweise Holzfiguren oder Emotionskarten von Tula und Tim sowie eine CD mit Kinderliedern über Emotionen.
Es werden regelmäßig in Kleingruppen Angebote zu den verschiedenen Themenbereichen durchgeführt.
Im Kindergarten wird das Programm unter dem Namen "KigaPlus" weitergeführt.
Kindergarten Plus
Kindergarten Plus ist ein Programm der „Deutschen Liga des Kindes“ und beinhaltet zehn Module, an welchen die Kinder der Kindergartengruppen Rot und Grün in einer Kleingruppe teilnehmen können. Die verschiedenen Module finden im wöchentlichen Abstand statt. Das Programm startet beim Körper, welcher den Kindern bekannt ist und geht dann zu den etwas abstrakteren Emotionen über.
Sensomotorische Kompetenzen
Modul 1: Mein Körper und ich
Modul 2: Meine Sinne und ich
Emotionale Kompetenzen
Modul 3: Ich und meine Gefühle
Modul 4: Ich, meine Angst und mein Mut
Modul 5: Ich, meine Wut und meine Freude
Modul 6: Ich, meine Traurigkeit und mein Glück
Soziale Kompetenzen
Modul 7: Du und ich
Modul 8: Ich und mein Raum
Lernmethodische Kompetenzen
Modul 9: Was ich mitnehme
Das Programm richtet sich an alle vier- bis sechsjährigen Kinder, denn in diesem Alter besitzen die Kinder bereits ein gewisses Emotionswissen. Es wird kontinuierlich von den Handpuppen „Tula“ und „Tim“ begleitet. Jedes Modul des Programms beginnt mit dem Lied „Tula und Tim“ und schließt ebenfalls mit diesem ab. Am Ende jedes Moduls erhält jedes Kind eine Gefühlsperle in Form einer Kette oder eines Schlüsselanhängers.
Die Ziele des Programms sind vielfältig. Es zielt darauf ab, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken und ihre Selbst- und Fremdwahrnehmung zu fördern. Das Einfühlungsvermögen der Kinder wird dabei gesteigert, ebenso wie ihre Kommunikations- und Konfliktfähigkeiten. Ein weiteres Ziel ist die Verbesserung der Wahrnehmung von Selbstwirksamkeit und Eigenkompetenz, sowie die Förderung der Motivations- und Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus wird auch die Beziehungsfähigkeit der Kinder entwickelt.
Zum Abschluss des Programms erhält jedes Kind eine individuelle Bildungs- und Lerngeschichte sowie ihre Gefühlskette, die im Laufe des Programms gewachsen ist. Außerdem treten Tula und Tim bei der Schulanfängerübernachtung kurz auf, um den Kindern einen unvergesslichen Abschluss zu bieten.
Wundertütenzeit
Die Vorschulzeit stellt eine bedeutende Phase in der Entwicklung eines Kindes dar. Durch gezielte Aktivitäten und Übungen werden die Kinder spielerisch und ganzheitlich auf die Anforderungen der Grundschule vorbereitet. Unser pädagogisches Konzept zielt darauf ab, die Kinder in allen relevanten Entwicklungsbereichen zu stärken, um ihnen einen guten Start in der Grundschule zu ermöglichen. Hierbei werden nicht nur kognitive und soziale Kompetenzen gestärkt, sondern auch die Fähigkeit, konzentriert und ausdauernd zu arbeiten sowie ruhig und aufmerksam am Tisch zu sitzen.
Das Vorschulprogramm in unserer Kita ist vielfältig und umfasst verschiedene Aktivitäten und Lernbereiche, die aufeinander abgestimmt sind, damit die Kinder ihre Fähigkeiten zu Fertigkeiten ausbauen können.
Neben dem spielerischen Kennenlernen der Buchstaben, werden Wortspiele gespielt, Reime erkannt, Silben geklatscht und Geschichten erzählt, um die Sprachkompetenz zu stärken. Durch die Gespräche über Sachthemen wird der Wortschatz erweitert und weitere Vorläuferfähigkeiten wie Anlaute zu erkennen, werden erworben. Um die Kinder auf das formale Rechnen vorzubereiten, wird sich mit mathematischen Grundlagen wie spielerischem Zählen, dem Sortieren und Erkennen von Mustern und Formen beschäftigt. Das Mengenverständnis wird gefördert, indem die Kinder zum Beispiel Arbeitsmaterialien für alle Kinder ausgeben müssen. Mit einer kleinen Zählrallye durch die Kita entdecken die Kinder immer wieder neue Ecken für sich. Auf Ausflügen wird ebenfalls entdeckt, dass im Straßenverkehr Buchstaben und auf Bussen und Bahnen Ziffern auftauchen oder inwieweit sie für das Einkaufen relevant sind.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Vorschulzeit ist die Förderung der Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer. Diese Fähigkeiten sind essenziell, um den Anforderungen des schulischen Lernens gerecht zu werden, bei dem längere Phasen der Aufmerksamkeit und Ausdauer erforderlich sind. Hierzu wird die Dauer der Aktivitäten im Laufe der Zeit erhöht, um die Ausdauer der Kinder langsam zu steigern.
Neben den kognitiven Kompetenzen erlernen die Kinder jedoch auch soziale und emotionale Kompetenzen, die für den Übergang am wichtigsten sind, damit das Kind seine Bedürfnisse adäquat äußern kann und Anschluss finden kann. Durch die doppelgruppenübergreifenden Kleingruppen, lernen die Kinder, wie sie mit anderen interagieren, Konflikte lösen und in Gruppen zusammenarbeiten können. Dies ist wichtig, um sich in der Schule in einem Klassenverband zurechtzufinden. Gemeinsame Projekte und Gruppenarbeiten fördern die Kommunikationsfähigkeiten und die Zusammenarbeit der Kinder.
Gleichzeitig üben die Kinder, ihre eigenen Gefühle und die der anderen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Sie entwickeln Selbstvertrauen und Selbstständigkeit. Hierbei begleiten die Fachkräfte die Kinder individuell, da jedes Kind unterschiedlich auf den Übergang reagiert, manche sind verunsichert durch die Ungewissheit der Situation, andere sind voller Vorfreude und können es gar nicht mehr erwarten, die „alte“ Kita zu verlassen und Neues zu lernen.
Um den Übergang möglichst reibungslos zu gestalten, kooperiert die Kita mit verschiedenen umliegenden Grundschulen wie der Tiefburgschule sowie der Grundschule des Englischen Instituts, damit die Kinder zumindest eine, vielleicht sogar ihre zukünftige Grundschule besuchen, die neue Umgebung kennenlernen und erste Kontakte knüpfen können.
Da die Kinder in der Schule viel Zeit sitzend am Tisch verbringen, ist es wichtig, sie bereits im Kindergarten an diese Situation zu gewöhnen. Hierzu spielen wir Tischspiele, bearbeiten Arbeitsblätter und schulen die Kinder gezielt in ihrer feinmotorischen Entwicklung. Zur richtigen Stifthaltung, die durch einen Piratenlehrgang spielerisch gestärkt wird, gehören auch das richtige ergonomische Sitzen auf dem Stuhl sowie eine korrekte Armhaltung, um Schmerzen oder Müdigkeit zu vermeiden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Vorschulzeit ist das Erlernen der Heftführung. Deshalb erhält jedes Kind zu Beginn der „Wundertütenzeit“, wie das Vorschulprogramm der Wichtel heißt, ein eigenes Heft. Spielerische Übungen zum Schreiben und Zeichnen helfen den Kindern, sich an die Nutzung von Heften zu gewöhnen. Die Kinder lernen außerdem, wie sie ihre Hefte ordentlich führen, Seiten richtig umblättern und sauber arbeiten. Durch kreative Aufgaben, bei denen die Kinder ihre Hefte gestalten und dekorieren können, wird die Freude an der Heftführung gefördert.
Arbeitsmaterialien wie Stifte, Scheren und Kleber werden gemeinsam genutzt, um das Teilen und die Zusammenarbeit zu fördern.
Die Kinder entwickeln ein Verständnis für Rücksichtnahme und Fairness im Umgang mit anderen, indem sie lernen, Materialien gerecht zu verteilen und zu teilen. Durch das gemeinsame Nutzen von Materialien lernen die Kinder, Verantwortung zu übernehmen und sorgsam mit den Gegenständen umzugehen.
Beim letzten Elternabend im Herbst vor der Einschulung erhalten die Eltern im Rahmen eines Vortrags alle wichtigen Informationen rund um das Vorschuljahr. Gleichzeitig werden sie aktiv in den Übergang von der Kita zur Schule einbezogen, etwa durch die herzliche Einladung zum gemeinsamen Schultütenbasteln.
Den Abschluss bildet die Schulanfängerverabschiedung im Sommer, zu der Eltern und Familienangehörige eingeladen sind, um gemeinsam den Abschied vom Kindergarten und den Beginn des neuen Lebensabschnitts Schule feierlich zu begehen.