Bewegungsförderung


Besonders im Kleinkindalter eignet sich das Kind vielfältige Bewegungsformen an

 

Vom 3. – 7. Lebensjahr vollzieht sich eine beträchtliche Vervollkommnung der Bewegungsformen sowie die Aneignung erster Bewegungskombinationen.
Kinder machen bis zum Alter von etwa 6 Jahren enorme Fortschritte in ihrer Bewegungsschnelligkeit, ihrer Gleichgewichtsfähigkeit, ihrer motorischen Steuerungs-, Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit, ihrer Antizipation und Kombinationsfähigkeit. Jeder motorische Lernprozess führt damit insgesamt auch zu einer höheren kognitiven Weiterentwicklung und damit auch der Gesamtpersönlichkeit.
 
 
Dem kindlichen Bewegungsdrang ist daher in seinem Handlungs- und Lebensumfeld ausreichend sichere Bewegungsfreiheit zu gewähren. Hierfür möchten wir möglichst günstige Bedingungen anbieten, indem wir z.B. tägliche Freispielzeit im Gartenbereich einplanen. Hier gibt es für die Kinder vielerlei Möglichkeiten, ihre körperlichen Fertigkeiten an Klettergerüsten, Rutschen, der Reckstange, auf dem Spielhügel oder beim Beklettern von Hecken und kleinen Bäumen auszuprobieren. Auch auf Ausflügen in der Natur bieten wir den Kindern die Möglichkeit, sich frei zu bewegen und entsprechende motorische Fertigkeiten wie Klettern, Springen oder Hangeln zu trainieren.
In unseren Turnräumen im Haus stellen die pädagogischen fachkräfte außerdem verschiedene Bewegungsangebote und -spiele bereit. Darüber hinaus bieten wir außerdem für die Kindergartenkinder zwei zusätzliche regelmäßige Sporteinheiten unter Anleitung von fachlich speziell geschulten TrainerInnen an: KiB und BeMoBall.



BeMoBall

Im Alltag von Kindern ist es essenziell, ausreichend Raum für Bewegung zu gewährleisten/bieten. Das Konzept BeMoBall – eine Abkürzung für „Bewegung, Motorik und Ballspiele“ – adressiert genau dieses Bedürfnis. Ziel ist es, Kindern durch körperliche Betätigung die Möglichkeit zu bieten, ihre motorischen Fähigkeiten zu optimieren und durch den vielseitigen und spielerischen Umgang mit verschiedenen Bällen ein ausgeprägtes Ballgefühl zu entwickeln. Dabei kommen sowohl Ballspiele als auch Kletter-, Turn- und Spielgeräte zum Einsatz. Der Fokus liegt dabei auf Spaß und Sicherheit. Die Aufgaben werden individuell an die Fähigkeiten der Kinder angepasst. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Förderung ohne Überforderung, wobei der Spaß und das Spiel stets im Vordergrund stehen. BeMoBall integriert simultan mehrere Entwicklungsbausteine, um eine ganzheitliche Förderung des Kindes zu ermöglichen.
 
 
Die Bedürfnisse der Kinder sowie die Leidenschaft für Mannschaftssport unserer Sportpädagogin, bilden die Grundlage für die Planung und Vorbereitung der BeMoBall-Einheiten. Die Durchführung jeder Einheit berücksichtigt ausreichend Flexibilität, um die enthaltenen Spiele an die jeweilige Tagesform der Kinder anzupassen. Kinder weisen unterschiedliche motorische und emotionale Voraussetzungen auf: Einige sind motorisch stark, andere verfügen über ein besseres Ballgefühl, wieder andere zeigen ein selbstbewusstes Auftreten. Beliebte Spiele werden häufiger eingesetzt und sukzessive weiterentwickelt. Die Spiele sind so gestaltet, dass jüngere Kinder zunächst nicht mit Wettkampfspielen konfrontiert werden. Dadurch können sie ihre Fähigkeiten ohne Leistungsdruck entwickeln und Frustrationen werden vermieden. Wettbewerbsorientierte Spielformen werden erst schrittweise und altersangemessen – eher in Richtung Schule – eingeführt, sodass auch der Umgang mit Gewinnen und Verlieren behutsam erlernt werden kann.
 
Um eine optimale und individuelle Betreuung zu gewährleisten, werden die Kinder in verschiedene Altersgruppen eingeteilt und die Spielangebote entsprechend angepasst. Jede BeMoBall-Einheit beginnt und endet mit einem Begrüßungs- und Abschlussritual, um den Kindern Sicherheit zu bieten und den Übergang in den Alltag zu erleichtern. Klare und regelmäßig besprochene Regeln tragen zusätzlich zur Sicherheit bei der Durchführung der Einheiten bei. In einer angenehmen und unterstützenden Atmosphäre können die Kinder die Spielangebote gemeinsam erleben und durch positive Rückmeldungen und Freude am Spiel profitieren.

Die Bewegungsstunde sollte nicht nur als Training der körperlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten betrachtet werden, sondern als eine Gelegenheit dem Kind eine ganzheitliche Entwicklung zu ermöglichen.

 
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Kinder in Bewegung- Das Netzwerk Kleinkinderturnen in Heidelberg und in der Region

 
 
Im städtischen Turnzentrum Heidelberg werden durch KiB (Kinder in Bewegung) Bewegungskurse für Kita-Kinder durchgeführt. Des Weiteren erfolgen Fortbildungen für Fachkräfte und auch von der jährlichen KiB-Kinder-Olympiade mit zuletzt nahezu 500 Kita-Kindern aus Heidelberg, profitieren von diesem Angebot. 

Die KiB-Kurse finden im Sportzentrum Süd in Kirchheim statt. Alle zwei Wochen fährt eine feste Gruppe von 4-6 jährigen Kindern aus den beiden Kindergartengruppen mit dem öffentlichen Nahverkehr dorthin. In Begleitung von unseren Fachkräften und eines KiB-Trainers absolvieren sie eine 90-minütige Sporteinheit.  Diese besteht durch ein Aufwärmen und gemeinsames Dehnen sowie einem anschließenden Parcours und endet als Abschlussritual in der „Schnitzelgrube“. Dies, ist eine Grube voller Schaumstoff-Schnitzel und stellt das Highlight für die Kinder dar. Die Kinder benötigen hierfür bequeme Sportkleidung und Turnschläppchen, da sie sich auf einem federnden Weichboden bewegen. In den Schulferien pausiert KiB.
 
In den beiden großen Sporthallen werden verschiedene menschliche Bewegungsmuster (rollen, hüpfen, schwingen, strecken, prellen, sitzen, stützen, krabbeln, hängen, rennen, ziehen und klettern) mit unterschiedlichen Sportgeräten gefördert. Dabei werden auch klassische Turngeräte wie Barren, Schwebebalken, Seil, Sprungbrett und Ringe erkundet. KiB verfolgt vielfältige und ganzheitliche Ziele wie Balance und Kraft, vor allen Dingen jedoch die Koordination und Kondition, die Körperwahrnehmung durch An- und Entspannung und die Haltungsschulung.
 

https://kib-srn.de/hd.html

Ganzheitliche Förderung